Pfarrer em. Friedhelm Dämmer verstorben
Am Sonntag, 01. März 2026, verstarb Pfarrer Friedhelm Dämmer im Alter von 86 Jahren. Pfarrer Dämmer war von 1978 bis 2003, also 25 Jahre lang, Pfarrer in St. Ludgerus-Scherlebeck.
Geboren wurde er am 22. Dezember 1939 in Oelde, Kreis Warendorf.
Er besuchte die Volksschule, danach vier Jahre die Rektoratsschule (heute Realschule) in Oelde. Er wechselte ab Untersekunda auf die Bischöfliche Schule Schloss Loburg (Gymnasium und Internat) bei Ostbevern. Dort machte er 1959 das Abitur.
In Münster und Tübingen studierte er katholische Theologie.
Am 3. Dezember 1964 wurde Pfarrer Dämmer im Dom zu Münster durch Bischof Höffner (später Kardinal in Köln) zum Priester geweiht.
Seine erste Kaplanstelle hatte er in Rheine, St. Marien. Nach vier Jahren wurde er 1969 nach Oer-Erkenschwick, St. Josef versetzt. Dort wirkte er als Kaplan und als Religionslehrer an der Realschule und an der Berufsschule in Datteln. 1974 bekam er seine dritte Kaplanstelle in Haltern, St. Sixtus.
Am 3. Dezember 1978 wurde er als Pfarrer von St. Ludgerus, Herten-Scherlebeck, eingeführt.
Viele Menschen hat Pfarrer Dämmer getauft, zur Erstkommunion geführt, getraut und beerdigt. Geprägt vom II. Vatikanischen Konzil und der Würzburger Synode fing er an, die jeweiligen Beschlüsse mit den Mitgliedern seiner Gemeinde umzusetzen. Er diskutierte aktuelle zeitnahe Fragen des Lebens in einer sich rasch verändernden Gesellschaft. Er suchte Menschen, die ihm halfen, eine zeitgemäße Katechese für die Erstkommunionkinder und Firmlinge durchzuführen. In der österlichen Bußzeit wurden Gottesdienste mit Fastenpredigten eingeführt. Dafür gewann er jeweils externe Prediger. Jährliche Wallfahrten zu verschiedenen Orten von religiöser Bedeutung lagen ihm sehr am Herzen. Pfarrbriefe zu Ostern und Weihnachten mit Berichten aus dem Gemeindeleben führte er fort und ließ sie in der ganzen Gemeinde verteilen. Als Priester und Seelsorger hat er seinen Glauben mit den ihm anvertrauten Menschen in seiner Gemeinde St. Ludgerus geteilt. Er hat sie im Vertrauen auf die Gegenwart Gottes in dieser Welt begleitet und gestärkt.
Pfarrer Dämmer hat auf vielfältige Weise Spuren in der Glaubensgeschichte vieler Scherlebecker hinterlassen. Er hat die Menschen so in den Blick genommen, wie sie waren, und diese haben sich von ihm mit ihren Anliegen angesehen gefühlt. Gott allein weiß, wie viele Wege er gegangen ist, um die Herzen der Menschen zu erreichen, wie viel Freude aber auch wie viel Sorge mit seinem Dienst als Priester verbunden waren.
Am 28. September 2003, am Tag des Ewigen Gebetes in Scherlebeck, wurde Pfarrer Dämmer aus gesundheitlichen Gründen emeritiert. Er zog in die Gemeinde St. Antonius in Herten Mitte.
Sein goldenes Priesterjubiläum und die Vollendung des 75. Lebensjahres feierte er am Sonntag, dem 11. Januar 2015, zusammen mit den Menschen seiner ehemaligen Gemeinde, mit vielen Freunden, Verwandten und Bekannten in der St. Ludgerus-Kirche, Scherlebeck. Im Anschluss an die Eucharistiefeier fand ein Empfang im neuen Ludgerus-Haus statt. Sein Diamantenes Weihejubiläum durfte er am 3. Dezember 2024 begehen.
Alle, die ihn kannten, werden ihn in guter Erinnerung behalten.
Als Ausdruck christlicher Hoffnung auf eine Zukunft bei Gott halten wir eine Eucharistiefeier am Dienstag, 10. März 2026, um 10.00 Uhr in der St. Ludgerus-Kirche. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Friedhof in Herten-Scherlebeck. Die ganze Gemeinde ist herzlich eingeladen.
Statt zugedachter Blumen und Kränze bitten wir um eine Spende für das Therapiezentrum Hof Feuler, Sparkasse Vest Recklinghausen, IBAN: DE51 4265 0150 0095 0011 29, Trauerfall „Friedhelm Dämmer“.
(Für die Zusammenstellung: Willi Vogel)
